Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Stralsund

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Inhalt: Hauptuntersuchung

Anpassung der seewärtigen Zufahrt zum Seehafen Rostock


Mit Erlass vom 07. Mai 2013 stimmte das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, BMVBS, jetzt Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur, BMVI, der Fortführung des Vorhabens zu. Die Hauptuntersuchung wurde durch den im März 2014 durchgeführten Scoping-Termin gemäß § 5 UVPG eingeleitet. Am 10.10.2014 erfolgte die Festlegung des Untersuchungsrahmens der Umweltverträglichkeitsuntersuchungen durch die Planfeststellungsbehörde, der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, GDWS Standort Kiel.

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Erfassung des BrutvogelbestandesErfassung des Brutvogelbestandes

Für die zu erstellenden Umweltgutachten muss im Vorfeld über ein gesamtes Jahr der ökologische Bestand erfasst werden. Seit dem Frühjahr 2016 werden die Bestände von Fischen, Brut- und Rastvögeln, Kleinstlebewesen auf dem Meeresgrund und im Wasser und der Biotope im Uferbereich erfasst. Neben der Aufnahme von Flora und Fauna werden auch die derzeitigen Umgebungsparameter wie Luftschall, Luftschadstoffe, Seegang und Wassereigenschaften aufgezeichnet. Mit diesen Messdaten kann dann mit Hilfe von Simulationen prognostiziert werden, wie sich der Ausbau auf die Natur auswirkt. Entsprechende Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen werden im Anschluss im landschaftspflegerischen Begleitplan festgelegt.
Bereits für den letzten Ausbau der Hafenzufahrt wurde eine umfangreiche Baugrunduntersuchung durchgeführt. Diese wird durch ergänzende Probebohrungen erweitert. Zusätzliche Sedimentproben werden im Untersuchungsgebiet entnommen und auf mögliche Schadstoffbelastungen untersucht. Im Bereich der Fahrrinne steht überwiegend der standorttypische Geschiebemergel an. Untergeordnet sind Sande aber auch Schlick und Mudde zu erwarten. Mit der Kenntnis über die genaue Beschaffenheit des zu entnehmenden Materials wird das sogenannte Baggergutverbringungskonzept erstellt. Hierin wird festgelegt, welche Bodenarten wo umgelagert werden können. Derzeit wird vornehmlich von einer Verbringung des Baggergutes auf die Klappstelle KS 552a nordöstlich des Seekanals ausgegangen. Lediglich der untergeordnete Anteil an organogenen Materialien soll auf das WSA-eigene Spülfeld in Markgrafenheide verbracht werden. Die Baugrunduntersuchung bildet zudem die Grundlage zur Festlegung der einzusetzenden Baggertechniken. Einsatzzeiten und -orte der Bagger müssen entsprechend der Vorgaben des Schallgutachters abgestimmt werden.


DauerschallmessstationDauerschallmessstation

Die derzeitige Vorzugsvariante für 15 m tiefgehende Schiffe umfasst eine Baggermenge von 5,6 Mio. m³ Sediment auf ca. 15,2 km Ausbaustrecke und hat ein geschätztes Investitionsvolumen von 90 Mio. € Netto. Auf Grund wechselnder Seegangsverhältnisse und nautischer Anforderungen ist der Ausbaubereich in drei Abschnitte mit unterschiedlichen Ausbautiefen unterteilt. Im Außenbereich des Seekanals ist eine Tiefe von NHN -16,80 m, im Innenbereich sind Tiefen von NHN -16,60 m und -16,10 m erforderlich.


Durch die Aufnahme des Projektes in den Bundesverkehrswegeplan 2030 und in das  Wasserstraßenausbaugesetz (WaStrAbG) wird mit der zeitnahen Beauftragung zur Durchführung des Planfeststellungsverfahrens durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gerechnet. Somit könnte nach der Fertigstellung der Unterlagen nahtlos das Rechtsverfahren eröffnet werden. Die anschließende Bauzeit wird auf 2,5 Jahre geschätzt.

 

Ausbauquerschnitt der Vorzugsvariante für 15m tiefgehende Schiffe
Ausbauquerschnitt der Vorzugsvariante für 15m tiefgehende Schiffe