Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Stralsund

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Inhalt: Leuchtturm Greifswalder Oie

Leuchtturm Greifswalder Oie  

Geographische Lage:

54° 15‘ nördl. Breite | 13° 56‘ östl. Länge

Ostsee, Greifswalder Bodden

Baujahr: 1854 bis 1855

Baumaterial: Backstein

Turmhöhe: 39 m über Gelände

Lichtpunkthöhe: 49 m über NN

     

Seekarte Greifswalder Oie

Seekartenausschnitt vom Standort des Leuchtturms Greifswalder Oie (BSH Seekarte)

 

Standort

Der Leuchtturm Greifswalder Oie hat seinen Standort auf der gleichnamigen Insel am Übergang des „Greifswalder Boddens“ zum freien Seeraum der Ostsee. Er wurde von 1854 bis 1855 erbaut.

Aufgabe

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Technik

Der Leuchtturm Greifswalder Oie sendet sein Licht aufgrund seines erhöhten Standorts aus einer Höhe von 48,5 m über Meeresspiegelhöhe aus. Seit 1914 dient als leuchtfeuertechnische Einrichtung eine leistungsstarke geschliffene Glasoptik. Die Fresnel-Optik hat eine Brennweite von 900 mm, d.h. einen Durchmesser von 1,8 Meter und eine Höhe von 2,8 Metern. Da die aus vier Scheinwerferlinsen bestehende Optik des Leuchtturmes Greifswalder Oie innerhalb von 15,2 Sekunden um 360° dreht, sieht der Beobachter von See aus alle 3,8 s ein Blinkzeichen. Die Optik dreht entgegen dem Uhrzeigersinn, eine Besonderheit, die aber für die Funktion als Leuchtfeuer keinerlei Bedeutung hat. Seit 1995 dient eine moderne Entladungslampe von 400 W Leistung als Lichtquelle. Das Feuer erreicht mit einer visuell wirksamen Lichtstärke von über einer Millionen Candela eine Nenntragweite von 26 Seemeilen. Das entspricht einer Entfernung von 48 Kilometern.

Vergangenheit

Der Leuchtturm wurde am 01.10.1855 offiziell in Betrieb genommen. Er wurde bis etwa 1885 mit Rüböl betrieben. Danach wurde die Lichtquelle auf Petroleumbetrieb umgestellt. 1939 wurde der Leuchtturm auf elektrischen Betrieb umgestellt und eine Glühlampe mit einer Leistung von 2.000 W diente bis 1995 als Lichtquelle.

Über lange Zeit wohnten und arbeiteten zwei bis drei Leuchtturmwärter oder Leuchtfeuermaschinisten teilweise mit ihren Familien auf dem Leuchtfeuergehöft. Als letzter der Leuchtfeuermaschinisten verließ Heinz Mai mit seiner Familie 1978 die Greifswalder Oie. Damit endete die über 120 jährige Geschichte der Leuchtfeuerwärter auf der Insel. 

Gegenwart

Der Leuchtturm Greifswalder Oie wird seit den siebziger Jahren ferngesteuert. Heute sehen Spezialisten des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund einmal monatlich nach dem Rechten und führen die erforderlichen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten durch. 

Der Leuchtturm Greifswalder Oie steht heute unter Denkmalschutz. 

Das Motiv des Leuchtturms Dornbusch ist auf einer Briefmarke abgebildet (siehe links). Auch die DDR hatte den Leuchtturm bereits als Briefmarken-Motiv entdeckt und ihn auf einer DDR-Briefmarke abgebildet - mehr...

Weitere Informationen

  • Weitere Infos zum Leuchtturm Greifswalder Oie - mehr...
  • Maritime Verkehrstechnik - mehr...

 

Leuchtturm Greifswalder Oie 1952, Ansicht aus SW

Der Leuchtturm Greifswalder Oie 1952, Ansicht aus Südwesten

 

Luftbild vom Leuchtturm Greifswalder Oie

Der Leuchtturm Greifswalder Oie aus der Luft

 

Briefmarke Greifswalder Oie

Der Leuchtturm Greifswalder Oie als Briefmarke (Ausgabetag 08.07.2004)

 

Blick in das Innere des Turms   Blick vom Leuchtturm   Lichtquelle
Blick ins Innere des Turmes   Blick vom Leuchtfeuer   Leuchtfeuereinrichtung
©Sven Karberg